Interview mit LHG-Kandidaten zur Bundestagswahl (2)

Kurzsteckbrief: Name: Ria Schröder, Alter: 25 Jahre, Wahlkreis: Hamburg-EImsbüttel, Website: riaschroeder.de

LHG: 1. Wie hat sich dein Engagement bei der LHG auf dein politisches Bewusstsein ausgewirkt?

Schröder: Ich habe mich zuerst in der Liberalen Hochschulgruppe engagiert, bevor ich zu den Jungen Liberalen und der FDP gekommen bin. Dabei war mir einerseits der Austausch mit anderen politisch interessierten Studierenden wichtig und andererseits die Erfahrung, dass man Dinge ändern kann. Das zeigt sich in der Hochschulpolitik sehr konkret, weil es um Bibliotheksöffnungszeiten, Mensa-Essen oder Videoüberwachung auf dem Campus geht. Das hat meine Sichtweise verändert, weil ich gemerkt habe, dass ich Umstände nicht akzeptieren muss.


2. Was würdest du in der Bildung/Hochschulpolitik zuerst ändern?

Entscheidend für den persönlichen Erfolg im Leben ist immer noch, woher jemand kommt. In welchem Bundesland oder Stadtteil Du zur Schule gehst und was Deine Eltern machen, darf aber nicht wichtiger sein als Intelligenz, Ehrgeiz oder Mut. Deshalb müssen einerseits die Abschlüsse vergleichbar sein: Wir brauchen einen Bildungsrahmen auf Bundesebene. Andererseits muss sich der Bund an der Finanzierung der Bildung in den Ländern beteiligen. Hierfür muss das Kooperationsverbot abgeschafft werden. Wenn wir es dann mit der individuellen Förderung aller Kinder ernst nehmen, stehen uns großartige Zeiten bevor.


3. Welche Rolle spielt Hochschulpolitik in deinem (persönlichen) Wahlkampf?

Bildung steht für mich an erster Stelle, weil sie der entscheidende Faktor für Gerechtigkeit, aber auch Fortschritt und Wohlstand ist. Das umfasst die frühkindliche Bildung ebenso wie Schule, Ausbildung und Hochschule, bis hin zum lebenslangen Lernen. In meinem Wahlkreis liegt zudem die Universität Hamburg, bei der es einen immensen Sanierungsbedarf gibt. Die Gelder, die dafür vorgesehen waren, wie die BAföG-Millionen, sind im Haushalt versickert. Beste Bildung braucht eine solide Ausfinanzierung. Das spielt in meinem Wahlkampf eine große Rolle.

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